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Treber

Biertreber sind ein Nebenerzeugnis, das bei der Bierherstellung als Rückstand des Malzes am Ende des Maischprozesses (Abläutern) im Läuterbottich verbleibt. Sie enthalten im Wesentlichen die Spelzen und das koagulierte, unlösliche Eiweiß.

Frische und silierte Biertreber sind ein schmackhaftes Futter und werden sehr gerne gefressen. Sie werden als eiweißreiches Futter für die Rinderzucht verwendet, um speziell die Milchleistung von Kühen zu steigern. Der Nährwert der Treber beträgt etwa ein Fünftel des Nährwertes der gleichen Gerstenmenge.

Frische Treber sind wegen des hohen Wassergehaltes leicht verderblich (max. 2 - 3 Tage Lagerdauer).

Die Treber aus 1kg Schüttung absorbieren nach dem Maischen 1L Nachguss.

Wenn die Treber beim Läutern schlecht entwässern, kann die zurückgehaltene Menge bis auf 2L/kg ansteigen.

Heimische Eiweiß-Futtermittel erobern den Markt

Kuhfutter:
Bei einer artgerechten Fütterung von Milchkühen kommt pflanzlichem Eiweiß eine besondere Bedeutung zu. Nur wenn es den Tieren in ausreichenden Mengen angeboten wird, bleiben sie gesund und leistungsfähig, sodass auch bei niedrigem Milchpreis profitabel gearbeitet werden kann. Bis vor einigen Jahren deckten hauptsächlich Soja-Importe aus Südamerika den Bedarf ab. Doch die Zeiten haben sich geändert. Verstärkt kaufen Milchproduzenten diesen Futterbestandteil in Europa ein. Das hat verschiedene Gründe, weitere Infos hier bei AGRARNETZ.COM

Qualitätsfutter aus Europa

Bis vor einigen Jahren war der Anbau von Soja in unseren Breiten so gut wie unbekannt. Doch hohe Qualitätsansprüche führten zu einem Umdenken. Dank staatlicher Unterstützung wird inzwischen auch in Deutschland Sojaschrot im großen Stil produziert. Neben der Versorgungssicherheit spielten die Wünsche der Verbraucher bei dieser neuen Entwicklung einewesentliche Rolle. Genmanipulierte Lebensmittel sind verpönt, die Milch verarbeitende Industrie hat sich dem angepasst. Große Hersteller erwarten Milchlieferungen, die nachweislich ohne Gentechnik produziert sind. Das ist mit Importen aus Übersee nicht möglich, da sie dort als Fortschritt betrachtet wird und immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Raps: preisgünstig und hochwertig

Neben Sojaschrot ist Rapsschrot inzwischen ein wertvoller Bestandteil des Kuhfutters. Er ist im Vergleich mit Sojaschrot billiger, ohne minderwertig zu sein. In langjähriger Arbeit haben Wissenschaftler mit dem 00-Raps eine Sorte gezüchtet, die sowohl für Kälber als auch für Milch liefernde Tiere gut verträglich ist. Einen Nachteil weist Raps allerdings auf: Seine Proteinverdaulichkeit ist niedriger als die von Soja. Das bedeutet in der Praxis, dass die Tiere größere Futtermengen benötigen, wie www.agrarnetz.com detailliert erläutert. Dank der niedrigeren Preise für Kuhfutter mit Raps-Anteil ist dieser Tatbestand jedoch bedeutungslos für die betriebswirtschaftliche Kalkulation.