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Saccharomyces carlsbergensis

Der Hefepilz Saccharomyces carlsbergensis ist nach der großen dänischen Brauerei Carlsberg benannt worden und wird zur Bierherstellung bis heute verwendet. Es ist die Gattungsbezeichnung für untergärige Hefen.

Geschichte
Der Sohn des Gründers, Jacob Christian Jacobsen, der unter anderem Louis Pasteur zu seinen Freunden und Kollegen zählen konnte, hat im Jahr 1875 ein Labor in der väterlichen Brauerei eingerichtet, aus dem später das Carlsberg-Forschungszentrum entstand. In diesem Labor wurde im Jahr 1883 die erste Hefezelle isoliert. Der Entdecker war Emil Christian Hansen. Noch heute werden in Brauereien Hefereinzuchten in den sogenannten "Carlsberg-Kolben" herangezogen.

S. carlsbergensis wird zum Bierbrauen von untergärigen Bieren wie Lagerbieren verwendet, wohingegen konventionelle Hefen wie Saccharomyces cerevisiae kaum noch zum Einsatz kommen. Grund hierfür ist unter anderem auch, dass beim Brauprozeß ein Absinken der Hefen erwünscht ist, wie es bei S. carlsbergensis der Fall ist.