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Bierspindel

Eine Bierspindel ist ein Aräometer, mit dem die Dichte, also die Masse pro Volumeneinheit, des Bieres bestimmt wird. Die Messung beruht auf dem Archimedischen Prinzip, nach dem ein Körper soweit in eine Flüssigkeit eintaucht, bis seine Gewichtskraft der der verdrängten Flüssigkeit entspricht. Je größer die Dichte der Flüssigkeit, umso größer der Auftrieb und um so weniger weit taucht die Spindel in die Flüssigkeit ein.

Die Dichte einer Flüssigkeit, hier Bier, ist von der Temperatur abhängig. Je höher die Temperatur um so niedriger die Dichte und umgekehrt. Und weil das so ist, sind die Spindeln auf eine bestimmte Temperatur geeicht, in der Regel sind das 20°C. Abweichungen sind entsprechend zu korrigieren. Um das zu erleichtern, sind einige Bierspindeln mit einem Thermometer und einer Korrekturskala ausgerüstet.

An der Skala der Bierspindel lassen sich sog. °P (Grad Plato) ablesen. Ein Wert von 12° P zeigt, dass 120 g Extrakt in einem Kilogramm Würze enthalten sind.

Typische Spindeln für den Hobbybereich haben einen Messbereich von 0 bis 20°P. Für genauere Messungen sind Spindeln mit ein-geschränktem Messbereich, etwa je eine für 0-7, 7-14, 14-21 °P, besser geeignet, da sie wesentlich genauer ablesbar sind.

Temperaturkorrektur

Temperatur in °C 0 5 11 14 17 20 23 25 28 30 33
Korrektur um °P -1 -0,8 -0,6 -0,4 -0,2 ± 0 0,2 0,4 0,6 0,8 1


Beispiel:

Gemessen wurden:12,0 °P bei 25 °C
Korrektur um:+0,4 °P
korrekter Wert:12,4 °P

Die Korrekturwerte sind nicht ganz exakt, da der Wert der temperaturbedingten Abweichung auch vom Extraktgehalt abhängt.

Spindel in einem Edelstahlzylinder

Ergebnis: 13% Stammwürze